Wieder Zuhause

Wir sind wieder zu Hause. Wir haben uns in Ardrossan eine Woche Zeit genommen, um Manatee winterfest zu machen. Auch haben wir uns die Zeit genommen, um noch einen Tag auf der Insel Arran zu verbringen. Mit der Cal-Mac Fähre dauerte es 55 Min., um dorthin zu gelangen. Auf der Fähre befanden sich Vogelkundler, die von Angelika ausgefragt wurden. Nach einem Snack im Fiddler´s schlenderten wir am Strand entlang. Das Castle, was wir besichtigen wollten, war leider geschlossen. So schlenderten wir wieder durch den Sand zurück. Das Wetter war glücklicherweise sommerlich. Viel Sonne und kein Regen, so konnten wir alles in Ruhe und vor allem trocken! verpacken. Bei Niedrigwasser sind wir ausgekrant worden und es ging dann hoch hinaus. Während der Bootsarbeiten nächtigten wir im Edenmore Guesthouse. Am 6.9. sind wir mit dem Zug nach Glasgow (Paisley) zum Flughafen gefahren. Wir waren pünktlich aber leider der Flieger nicht. So landeten wir mit 3 Stunden Verspätung am späten Nachmittag zuhause an.

Firth of Clyde

Am 29.8. verlassen wir „Rothesay“ aber nicht ohne vorher die Victorian Toilette fotografiert zu haben. Von außen ist sie sehr unscheinbar. Doch innen kann man den Mosaikfußboden, die wuchtigen Marmorwaschbecken, die gewaltigen Urinale und die blankpolierten Kupferrohre bestaunen. Natürlich nur in der Herrentoilette. Bei den Damen sieht es eher weniger prunkvoll aus. Diese „public coveniences“ sind auch die Sanitäranlage der Marina. Wir machen unseren letzten Törn für dieses Jahr nach „Ardrossan“. Hier werden wir Manatee den Winter über an Land stellen. Wir segeln nur mit Besan und Genua, rauschen nur so dahin, da hier keine Welle steht. Können noch ein Foto vom Mount Stuart House aufnehmen, bevor es in den Loch of Fyne geht. Hier wird es etwas schaukliger, da wir unseren Kurs ändern, um Ardrossan anzulaufen. Es war noch mal ein toller Segeltag mit Sonne und gutem Wind aus der richtigen Richtung.

Isle of Butt – 2

27.8. Wir machen eine Bustour über die „Isle of Bute“ von „Rothesay“ aus. Als wir morgens am Hop on- Hop off Bus stehen, sind wir beiden die einzigen Fahrgäste. Eigentlich fährt er erst ab 4 Fahrgästen, doch er macht eine Ausnahme. Über sein Headset informiert er uns während der Fahrt über alle wichtigen Sehenswürdigkeiten. Da er weiß, dass wir Deutsche sind, spricht er sehr langsam und deutlich. Er macht es hervorragend, denn wir verstehen fast alles. Er hält auch an sehr vielen Stellen an, kommt die Treppe hoch und zeigt uns einiges. Dann können wir ihm auch Fragen stellen. So erfahren wir viel über die Insel. Auf dem Weiden sehen wir „Angusrinder“, eine französische Bullenart und ein „belted Galloway Rind“, sowie „Shawn, das Schaf“. Von der letztgenannten Rinderart gibt es nicht mehr viele nach der Maul-und Klauenseuche vor vielen Jahren. Unser Busfahrer erzählt auch, dass z.B. im Loch Striven, wie auch in anderen Lochs viele U-Boot Übungen durchgeführt werden. Auf den Seekarten sind viele Gebiete eingetragen. Die Marine darf aber nur agieren, wenn sich kein Boot in dem Gebiet aufhält. Trotzdem sollte man immer gut Ausschau halten. Besichtigt haben wir das „Mount Stuart House“ das schönste Haus Schottlands. Es war sehr beeindruckend. Auch die dazugehörende Parklandschaft war bestaunenswert. Wir haben uns dort sehr lange aufgehalten und wen es interessiert, der kann sich hier informieren. www.myhighlands.de/mount-stuart-house/

Isle of Bute – Rothesay

25.8. Wir verlassen die „Portavadie Marina“ es ist ein sonniger aber kalter Tag. Der Wind ist leicht und die Temperatur 12°. Wir fahren zur „Isle of Bute“ nach „Rothesay“. Wir haben sehr gute Sicht und können die Landschaft mit der Insel „Arran“ voll genießen. Wir fahren durch „West Kyle“. Dort müssen wir motoren, weil der Wind auf die Nase weht. Durch eine sehr schmale Durchfahrt, Gottseidank mit Tonnen markiert, passieren wir die Burnt Islands, um unsere Fahrt im „East Kyle“ fortzusetzen. Jetzt können wir mit achterlichem Wind unter Genua um die „Isle of Bute“ herum segeln. In der Bucht von „Rothesay“ fährt gerade die Cal-Mac Fähre ein, deshalb müssen wir vor dem Hafen warten, bis wir in den inneren Hafen einfahren können. Hier liegt man mitten in der Stadt. Am heutigen Sonntag ist das Wetter sehr schlecht, es regnet in Strömen. Morgen soll es besser werden und wir wollen uns Bute etwas genauer ansehen.;

Loch Fyne – East Loch Tabert“ und „Portavadie Marina“

20.8. Wir sind einen Tag in „Campbeltown“ geblieben. Es ist ein emsiger Fischerhafen, in dem die Seehunde zum Fressen kommen, denn die Fischer haben sie ordentlich gefüttert. Auch Quallen gedeihen dort anscheinend sehr gut. Es sind riesige Biester. Wir sind in der Stadt herumgelaufen und sie hat sicher schon bessere Zeiten erlebt. Es gibt ein Linda McCartney Gedächtnisgarten und natürlich auch eine Whisky Destillerie. Auch einen Putting Course gibt es hier, den wir nutzten, die Skipperin hat leider wieder verloren. Am 21.8. laufen wir bei Flaute aus, dann weht der Wind aus der richtigen Richtung, aber leider hängen die Wolken wieder sehr tief, sodass wir nicht die schöne Kulisse von der Insel „Arran“ mit seinen hohen Bergen sehen können. Es ist wie eine Fahrt im leichten Nebel. Unser Ziel ist „East Loch Tarbert“, das wir auch zügig erreichen. Auch dieses Hafenstädtchen hat sicherlich schon bessere Tage erlebt. Doch die Marina Stege sind neu und man liegt sehr geschützt. Am 22.8. wechseln wir auf die andere Seite vom „Loch Fyne“ in die „Portavadie Marina“. Es ist eine Art Resort und alles ist vom Feinsten. Auch hier liegt man sehr geschützt, da wieder starke Böen angesagt sind. Am Abend genießen wir im Restaurant ein vorzügliches Menü. Wir haben uns Garnelen bestellt und nicht gewusst, dass man diese noch knacken muss. Ist eine herrliche Aufgabe für den Skipper. Für heute ist ebenfalls noch viel Wind angesagt und so laufen wir ein bisschen in den Berg hinein. Bei uns würden wir zum heutigen Wetter Aprilwetter sagen. Nachdem wir die Luxusduschen, sehr selten hier, ausgiebig genutzt haben, gönnen wir uns wieder ein Abendessen im schicken Restaurant.

Zurück in Schottland-Kintyre-Campbeltown

Gestern, am Sonntag sind wir gegen Mittag, mit der Tide Richtung Kintyre gesegelt. Die Wettervorhersage war max. 20 kn Wind aus NW und Sonne. Wir wollten es erst nicht glauben nach dem total verregneten Samstag. Aber es ist eingetroffen und wir hatten einen schönen Segeltag. Wenn die Sonne scheint, ist es leider immer kalt. 15° lassen einen auch bei Sonne frieren. Doch nach 10 Hafentagen freuten wir uns endlich wieder auf einen Segeltörn. Wir sind an „Mull of Kintyre“ vorbeigesegelt. Diese Landspitze hatte Paul McCartney (Wings) besungen, der hier eine Farm besitzt. Um 17.30 waren wir nach 40 sm in „Campbeltown“ in der Marina angekommen und konnten bei schönem Sonnenschein den Abend genießen.

Nordirland – Ballycastle 2

Die letzten Tage war das Wetter nicht so schön. Für Schottland und Irland ist es wohl ein normaler Sommer. Trotzdem haben wir etwas unternommen. Wir haben die „Dark Hedges“ besucht, die in dem Film „Games of Thrones“ als Kulisse diente. Ebenfalls das „Dunluce Castle“ aus dem 16. Jahrhundert und natürlich die älteste Whiskey Destillerie von Nordirland, die „Old Bushmills Distillery“ von 1608. Der irische Whiskey ist nicht so herb und stark wie der Schottische. Auch eine Shoppingtour nach „Ballymena“ haben wir unternommen, natürlich alles mit dem Bus (1 1/4 Std. Fahrt). Gestern sind wir noch in Richtung „Fair Head“ gelaufen, aber es fing dann stark an zu regnen und so sind wir zurückmarschiert. Am Abend suchten wir noch die „O Conners Bar“ auf, wo einige ältere Herren irische Lieder zum Besten gaben. Auch war Angelika sehr fleißig und hat letzte Woche einen Waschtag eingelegt. Sie war tatsächlich den ganzen Tag damit beschäftigt, da die Maschinen natürlich nicht so wie zu Hause arbeiten. Wenn die Wettervorhersage für Morgen so bleibt, dann wollen wir zurück nach Schottland segeln. Für alle, die unser Logbuch lesen; Schickt uns bitte SONNE!

Nordirland – Ballycastle

Am 6.8 haben wir auf der Insel „Islay“ ein Auto gemietet. In Bowmore, der größte Ort auf der Insel, wurde erst der Friseur aufgesucht, dann ein Bummel durch die Straßen unternommen. Die Whiskey Destillerie haben wir aber nur von außen bewundert. Der Whiskey, der hier auf der Insel hergestellt wird, schmeckt sehr torfig (peaty). Nicht unser Geschmack. Die Single Roads mit den Ausweichbuchten sind kein Problem. Alle Autofahrer sind sehr kooperativ. Es gibt auch noch sehr viele Schafe auf der Insel, die frei herumlaufen und manchmal auch die Straße benutzen. Am 8.8. gegen 14.00 Uhr machten wir uns auf den Weg nach Ballycastle/Nordirland. Die Tide und der Wind waren günstig. Nach dem geschützten Reviersegeln mussten wir uns wieder an die schöne Atlantikdünung gewöhnen aber es war ein schöner Törn mit gutem Wind. Die Warnungen und Hinweise im Segelführer sind schon wichtig und stimmen sehr genau. Ballycastle ist ein schöner Ort. Gestern Abend besuchten wir mit unseren Nachbarn aus Holland einen Pub mit irischer Live-Musik. Der Älteste der Gruppe war 92 Jahre. Heute gegen Mittag nahmen wir den Bus zu mehreren interessanten Sehenswürdigkeiten. Der erste Halt war an der Küste, um die Rope Bridge zu bewundern, der Zweite an dem Giant`s Causeway. Es ist die beliebteste Sehenswürdigkeit in Nordirland, was auch an den Menschenmassen zu erkennen war. Durch einen Vulkanausbruch vor Millionen von Jahren haben sich die sechseckigen Basaltsteinformationen gebildet. Müde nach dem vielen ungewohnten Laufen nahmen wir den nächsten Bus zurück zum Hafen. Von der Küstenstraße konnte man wunderbar die Eddies sehen. Das sind starke Verwirbelungen im Wasser. (to eddy = wirbeln, strudeln). Da möchte man nicht unbedingt durchfahren.

Innere Hebriden – Isle of Islay

2.8.: Wir sind zurück in der Oban Transit Marina. Es regnet sehr stark und die Wolken hängen über dem Wasser und die Sicht ist gleich null. Ich gehe am Abend noch schnell zu LIDL einkaufen, denn morgen wollen wir früh los. 3.8.: Als wir ablegen, hat es aufgehört zu regnen, aber der Wind kommt genau von vorne. Wir motoren durch den „Sound of Kererra“ an Heather Island vorbei und dann in den „Firth of Lorn“. Wir gehen mit der Tide und das Wetter wird besser. Um 17.30 Uhr nach 35 sm ankern wir im Loch Tarbert hinter den Felsen. Es wird eine ruhige Nacht, denn der Wind kommt weiterhin aus SW, sodass wir dort geschützt liegen und er hat in der Nacht, wie meistens, nachgelassen. Es ist eine schöne Bucht und wir genießen den Abend. 4.8.: Wir müssen gegen 10.30 Uhr den Anker heben und losfahren, damit wir mit der Tide durch den „Sound of Islay“ können. Der Tidenstrom setzt hier bis zu 6 Knoten. Unsere Berechnung war richtig und so haben wir die 11 sm in 1 Stunde und 15 Minuten hinter uns gebracht. Nach dem „Sound of Isle“ geht es weiter in den „Sound of Jura“. Endlich können wir bis „Port Ellen“ segeln. Hier gibt es einen sehr gute Steganlage und einen schönen Ort. Da das Wetter sonnig und auch nicht so kalt ist, beschließen wir, einen Spaziergang zu unternehmen. Wir kommen an einer Sportanlage mit angeschlossenem Café vorbei, die für jeden zugänglich ist. Nachdem wir uns mit Kuchen und Tee gestärkt haben, spielen wir eine Runde „Putting“, indem der Skipper die Navigatorin haushoch geschlagen hat. „Port Ellen“ befindet sich auf der Insel „Islay“ und diese ist das Herz aller Whiskey Destillerien. Es gibt hier 8 davon und 3 haben wir heute am 8.6. schon mit dem Fahrrad besucht.

Isle of Mull – Tobermory;

Am 30.7. segelten wir mit Wind zwischen 12-22 Knoten im „Sound of Mull“ nach „Tobermory“. Wir hatten Glück, denn auf dem ganzen Weg dorthin schien die Sonne. Thomas und Elgin, die etwas später gestartet waren, bekamen ganz ordentliche Schauer ab. In Tobermory wurden direkt Termine gemacht. Destillerie besichtigen. Auto mieten für den nächsten Tag und einen Tisch im „Cafe Fish“ reservieren. Die Crew der SY Ilot war sehr fleissig, wir brauchten uns um nichts zu kümmern. Danke dafür! Die Führung in der Whiskeybrennerei war sehr interessant. Leider sprach der junge Mann sehr schnell und mit schottischem Akzent, sodass wir ihn nicht immer verstehen konnten. 2 Whiskeysorten durften wir probieren. Der 10 Jahre alte Tobermory war mild, doch der Ledaig schmeckte extrem rauchig. Nichts für uns. Die Tour über die Insel hatte uns sehr gut gefallen. Die abwechslungsreiche Landschaft ist immer wieder beeindruckend. Abends im “Cafe Fish” konnten wir hervorragenden Fisch genießen. Anschließend ließen wir den Abend mit 1,2,3 kalten Tennant ausklingen.